FBA-Baustein Nr. 4: So werden deine Produkte gefunden! – Amazon als Produktsuchmaschine

Amazon Produktsuchmaschine Produkte FBA Business Builder

Hallo und willkommen zum 4. Artikel der FBA-Baustein-Reihe. Schön, dass du dieses Mal wieder dabei bist.

Heute werfen wir einen ersten Blick auf die Funktionsweise von Amazon als Produktsuchmaschine und beantworten die für deinen Erfolg entscheidende Frage, wie deine Produkte gefunden werden, damit dein Business an zahlende Kunden kommt.

In den letzten Artikeln habe ich das Geschäftsmodell von Private Label FBA beschrieben, den Ablauf von FBA dargestellt und das zentrale Thema behandelt, wie viel Geld du brauchst, um erfolgreich mit FBA starten zu können.

Die Links zu den Artikeln findest du unterhalb dieses Absatzes. Falls du neu bei FBA sein solltest und sie noch nicht gelesen haben solltest, wäre es eine gute Idee, dort anzufangen:

Im heutigen Artikel widmen wir uns den folgenden Punkten:

  • Das Problem, Kunden zu finden
  • Amazon als Produktsuchmaschine
  • Der Sales-Kreislauf auf Amazon

Es ist wichtig, sich mit diesem Thema frühzeitig zu befassen, um zu verstehen, wie Amazon funktioniert. Ein besseres Verständnis der Funktionsweise von Amazon wird dir nicht nur helfen, zukünftig die richtigen Entscheidungen zu treffen, es wird dich auch ruhiger schlafen lassen, da dein Erfolg dadurch zu einer berechenbaren Größe wird. So kannst du mit noch mehr Motivation und Entschlossenheit an die Verwirklichung deiner Pläne gehen.


Das Problem - Wie finden Kunden meine Produkte?

Du solltest von Anfang an nicht nur eine genaue Vorstellung davon entwickeln, was du verkaufst, sondern auch davon, wo und wie du es verkaufst. Ein tolles Produkt wird dir nichts einbringen, wenn niemand es finden kann.

Du musst dir deswegen bereits zu Beginn überlegen, wie du Sales generieren und Kunden gewinnen kannst. Dazu musst du der Außenwelt zumindest irgendwie mitteilen, dass dein Produkt nun erhältlich ist und eine Möglichkeit finden, wie Kunden dein Produkt kaufen können.

Ich will dir kurz anhand meines persönlichen Hintergrunds zeigen, warum diese Frage so zentral ist.

In meiner Familie gehen wir eher ungern Risiken ein. Niemand von meinen nahen Verwandten hat selbst ein Unternehmen gegründet oder war selbstständig tätig. Ich würde deswegen sagen, dass der Unternehmergeist bei uns eher schwach ausgeprägt ist.

Es fällt mir persönlich deswegen eher schwer, Chancen zu erkennen und zu ergreifen, da für mich Risiken eher im Vordergrund stehen und ich gegenüber Neuem generell sehr skeptisch bin.

Trotzdem haben wir in meiner Familie ab und zu Gespräche geführt, ob man nicht irgendwas selber herstellen und verkaufen könnte, z.B. Backwerk. Diese ersten unternehmerischen Gedanken endeten meistens bei derselben Frage:


Wie findet jemand meine Produkte?


Dies beendete meist die Diskussion, denn es war für niemanden von uns erstrebenswert, z.B. einen eigenen Laden zu eröffnen und Werbung in Form von Zeitungsinseraten zu schalten.

Laden Shop FBA Handel
Woher kommen die Kunden?

Der Gedanke, der mir dabei immer in den Sinn kam, war der eines Ladens irgendwo im Nirgendwo, den niemand kennt und der nur sporadisch von Kunden besucht wird. Trotzdem müsste man monatlich Miete und anderes bezahlen. Man müsste also immer unter Druck arbeiten, um Rechnungen zu bezahlen, die einem die mageren Gewinne wieder auffressen würden.

Außerdem, woher erfahren denn die Leute, dass es den Laden gibt und warum sollten sie sich die Mühe machen, dorthin zu kommen?

Es lief also immer darauf hinaus, dass niemand von uns bereit war, ein Risiko einzugehen. Außerdem hätten wir nicht den blassesten Schimmer gehabt, wie wir Kunden bei möglichst geringen Kosten auf unser Angebot aufmerksam gemacht hätten.

Wie findet man ohne viel Geld und Aufwand Kunden? Ich hatte keine Ahnung.

Bis Amazon FBA kam.


Die Lösung - Fulfillment by Amazon

Als ich zum ersten Mal von Amazon FBA hörte, war mir sofort klar, dass hier die Lösung für das Problem liegt, wie man mit wenig Geld und Aufwand schnell viele Kunden findet.

Ich war selbst bereits seit Jahren Kunde von Amazon, ohne jemals wirklich zu verstehen, wie Amazon funktioniert und dass dort nicht nur Amazon selbst verkauft, sondern eben auch andere Händler. Wenn ich etwas kaufen wollte, ging ich in den meisten Fällen sofort zu Amazon, ohne erst mit Google oder einer anderen Suchmaschine nach dem Produkt zu suchen - dieser Punkt wird an späterer Stelle noch wichtig werden.


Was ist Amazon eigentlich? Die 3 Säulen eines genialen Konzepts

Was ist Amazon?

So merkwürdig diese Frage erscheinen mag, sie ist absolut berechtigt.

Für mich beruht der Erfolg von Amazon auf 3 Säulen, die für dessen Geschäftsmodell charakteristisch sind.

Säulen Amazon FBA Geschäftsmodell

Amazon als Marktplatz

Zunächst ist Amazon erstmal ein Marktplatz.

Manche Kunden glauben, dass es sich bei Amazon um einen Onlineshop handelt. Doch dies wird der Plattform nicht ansatzweise gerecht.

Ein Onlineshop ist meist die Internetpräsenz eines einzigen Händlers, der dort seine Produkte verkauft. Solche Shops sind mehr oder weniger individuell gestaltet und entsprechen in vielerlei Hinsicht einem angemieteten Ladenlokal irgendwo in der Stadt.

Amazon hingegen ist ein Online-Marktplatz. Hier verkauft nicht nur Amazon selbst als Besitzer des Marktplatzes, sondern auch eine Vielzahl anderer Händler. Diese Händler bezahlen Amazon dafür, den Marktplatz benutzen zu dürfen.

Dafür müssen die Händler aber auch nach den Regeln von Amazon spielen und auf standardisierten "Marktständen" verkaufen - die Produktdetailseite ist dabei das moderne Äquivalent des Marktstandes. Sie ist in der Größe beschränkt und genau überwacht, damit jedes Produktangebot den Regeln des Marktplatzes entspricht.

Amazon Marktplatz Waren FBA Regeln
Amazon ist wie ein beliebter Marktplatz - aber mit klaren Regeln.

Der Nachteil dieses Arrangements ist, dass du eine Vielzahl von Regeln beachten musst, deine Verkaufsplattform kaum individualisieren kannst und einen Teil deines Gewinns an Amazon abführen musst. Außerdem machst du dich natürlich von Amazon abhängig.

Der große Vorteil ist eben, dass du einen Marktplatz nutzen kannst - und die Kunden wissen, wie sie zum Marktplatz kommen, während sie den Weg zu deiner kleinen Shopseite vermutlich nicht finden würden...


Amazon als Lager

Amazon ist aber auch ein Lager.

Hier entsteht die geniale Synergie, die dir hilft, mit Amazon ohne hohe Kosten zu starten (lean startup) und effizient zu wachsen.

Dadurch, dass du deine Produkte durch Amazon einlagern und versenden lassen kannst, sparst du dir eine ganze Versandabteilung. Dies reduziert enorm die Komplexität deiner Unternehmung. Diese Innovation war für mich der ausschlaggebende Grund, mich mit FBA weiter zu befassen.

Ich kann gar nicht deutlich genug machen, wie faszinierend ich den Gedanken fand, dass jemand mir diesen "ganzen Versandkram" einfach abnehmen könnte. Da ich in der Vergangenheit bereits eher schlechte Erfahrungen mit Versand und Kartons gemacht habe, erschien mir die Idee hinter Fulfillment wie Magie!


Amazon als Suchmaschine

Amazon FBA Business Builder Suchmaschine Produkte finden

Aber das weißt du alles natürlich bereits. Der entscheidende Punkt ist, dass Amazon auch eine Suchmaschine ist!

Um genau zu sein, eine Produktsuchmaschine.

Weiter oben habe ich geschrieben, dass ich in der Vergangenheit ohne Umwege sofort zu Amazon "gegangen" bin, wenn ich etwas kaufen wollte. Was mich überzeugt hatte waren:

  • Der günstige Preis
  • Die Produktdarstellung
  • Die Rezensionen und Vergleichsmöglichkeiten
  • Die komfortable Suchfunktion
  • Der schnelle Versand
  • Die unkomplizierten Rückgabemöglichkeiten

Genau das schätzen auch Millionen andere Kunden in Deutschland und weltweit. Dadurch wurde Amazon DIE Suchmaschine für kaufwillige Kunden.

Das bedeutet nicht nur, dass du deine Produkte auf einem großen automatisierten Marktplatz verkaufst, anstatt in einem kleinen Onlineshop den niemand kennt.

Es bedeutet auch, dass dieser Marktplatz mit einer komfortablen Suchfunktion ausgestattet ist, die es kaufbereiten Kunden erlaubt, binnen Sekunden nach deinem Produkt zu suchen und es zu finden.

Ein weiterer Vorteil hierbei ist, dass Kunden, die Amazon nutzen, in den meisten Fällen bereits wissen, was sie wollen und die Kaufentscheidung bereits getroffen haben. Dies ist bei einer Suche auf Google oder bei einer anderen Suchmaschine oft nicht der Fall, weswegen die Wahrscheinlichkeit eines Kaufes bei auf Amazon suchenden Kunden höher ist.

Diese 3 zentralen Säulen - Marktplatz, Lager, Produktsuchmaschine - machen FBA zu so einem attraktiven Konzept für Amazon und andere Händler. Sie lösen für dich grundlegend das Problem, wie du Kunden für dein Produkt gewinnst bzw. - um es einmal von der anderen Seite zu betrachten - wie Kunden passende Produkte finden.

Doch halt, ganz so einfach ist das ganze dann doch nicht!

Amazon stellt dir die Infrastruktur bereit, um erfolgreich handeln zu können. Wie bei einem Instrument musst du aber auch lernen, diese korrekt zu "spielen", das heißt, du musst grundlegend wissen, wie der Mechanismus funktioniert und was du tun musst, um die Amazon-Produktsuchfunktion erfolgreich für dein Business zu nutzen.

Amazon Produktsuche FBA Business Builder

Lass uns deswegen einen genaueren Blick darauf werfen, was passiert, wenn Kunden auf Amazon nach einem Produkt suchen und was notwendig ist, damit sie dein Produkt finden.


Der Sales-Kreislauf auf Amazon - So finden und kaufen Kunden dein Produkt

Alles beginnt damit, dass ein Käufer die Entscheidung trifft, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Das kann alles mögliche sein.

Das letzte, was ich zum Beispiel noch besorgen musste, bevor ich im August in die USA geflogen bin, war ein Reisewecker. Ich bin daher gleich ohne Umwege über z.B. Google auf Amazon gegangen, um einen passenden Reisewecker zu finden.

Was passiert jetzt?

Auf Amazon gibt es zwei Möglichkeiten, ein bestimmtes Produkt zu finden. Zum einen kann der Kunde sich durch die Menüstruktur von Amazon durchklicken, bis er das gesuchte Produkt findet. Da dieses Menü sehr verzweigt ist und unzählige Produktkategorien enthält, werden die wenigsten Käufer diesen Weg gehen.


Die Suchfunktion

Zum anderen - und das werden die meisten so machen - können Kunden das Suchfenster von Amazon benutzen, um einen oder mehrere Suchbegriffe einzugeben, die das gesuchte Produkt beschreiben. Dies funktioniert bei Amazon sehr gut und macht die Suchfunktion zu einem der zentralen Elemente der Website.

Amazon Suchfunktion FBA Business Builder
Das Suchfenster enthält eine der zentralen Funktionen von Amazon.

Lass uns ab jetzt kurz durchspielen, was passiert.

  1. Der Kunde gibt einen Suchbegriff in das Suchfenster ein.
  2. Amazon vergleicht dieses so genannte Keyword mit allen Produkten, denen dieses Keyword ebenfalls zugeordnet ist und zeigt dem Kunden dann eine Auswahl an Produkten an, die am ehesten seiner Suche entsprechen könnten. Die Ergebnisse sind dabei in einer bestimmten Reihenfolge abgebildet, wobei die Produkte, von denen Amazon meint, dass du sie am ehesten kaufen könntest, ganz oben erscheinen.
    Die so geordneten Suchergebnisse sind die so genannten organischen Suchergebnisse. Es ist dein Ziel, im Ranking dieser organischen Suchergebnisse möglichst weit oben zu stehen, denn je mehr Kunden dein Produkt sehen, umso höher die Chance auf Verkäufe.
  3. Der Kunde betrachtet nun die verschiedenen Produkte auf der Ergebnisseite und klickt auf ein Produkt, das ihm gefällt.
  4. Er wird nun auf die Produktdetailseite weitergeleitet, auf der ihm weitere Bilder und Informationen zu dem entsprechenden Produkt präsentiert werden. Der Kunde betrachtet diese Seite und entscheidet sich daraufhin für dein Produkt, indem er auf den Einkaufswagen klickt, den Bestellvorgang durchläuft und damit einen Kauf tätigt.
  5. Dies ist der entscheidende Schritt für die Verbesserung deines Rankings. Sobald der Kauf abgeschlossen wurde registriert Amazon nämlich: "Aha, dieses Produkt scheint für den eingegebenen Suchbegriff (und gegebenenfalls für ähnliche und verwandte Suchbegriffe) zu passen". Es ist das, was die Leute sehen und kaufen möchten, wenn sie dieses Wort eingeben.
    Es mag trivial erscheinen, dass Amazon es schafft, dir einen Nussknacker anzuzeigen, wenn du das Wort "Nussknacker" eingibst aber vergiss nicht, dass die Suchmaschine hinter Amazon keine Bilder erkennen kann und nicht im menschlichen Sinne intelligent ist. Die Zuordnung von Produkten zu Suchbegriffen erfolgt daher in erster Linie über das Registrieren von Klicks und Verkäufen, da diese starke Signale dafür sind, dass für einen Suchbegriff ein passendes Ergebnis angezeigt worden ist.

Das Ranking

Je mehr Kunden deine Produkte also kaufen, umso besser wird das organische Ranking deiner Produkte.

Dies spiegelt sich auch in der Kennzahl des BSR (Bestseller Rank, Bestseller-Rang) wider, der im Rahmen von Produktkategorien an jedes Produkt automatisch vergeben wird. Dein Ziel ist es, einen möglichst hohen BSR mit deinem Produkt zu erreichen. Je mehr Sales (Verkäufe) du machst, umso höher dein BSR.

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Je höher dein BSR, desto besser dein Ranking unter den organischen Suchbegriffen. Das führt dazu, dass dein Produkt immer weiter vorne angezeigt wird.

Du siehst also, entscheidend für deinen Erfolg auf Amazon sind im Endeffekt Klicks, die zu einem erfolgreichen Verkauf führen. In diesem Zusammenhang entscheidend sind die beiden Begriffe der Conversion Rate und der Clickthrough Rate. Beide beschreiben in diesem Zusammenhang - mit kleinen - Unterschieden den prozentualen Anteil an Personen, die dein Produkt angezeigt bekommen und sich bis zu einem erfolgreichen Verkauf - der Conversion - durchklicken.


Conversion-Faktoren auf der Suchergebnisseite

Der erste entscheidende Klick ist derjenige auf dein Produkt auf der Suchergebnisseite. Hierfür entscheidend ist, dass dein Produkt zum Einen möglichst weit vorne angezeigt wird und sich so positiv von der Konkurrenz abhebt, dass es die Aufmerksamkeit des Kunden gewinnt. Einige wichtige Faktoren hierfür sind:

  • SEO (Search Engine Optimization): Die Suchmaschinenoptimierung deines Listings (d.h. deiner Produktdetailseite). Mit gutem SEO hilfst du Amazon, dein Produkt bestimmten Keywords zuzuordnen und erhöhst die Wahrscheinlichkeit, dass dein Produkt einem suchenden Kunden auch angezeigt wird.
  • Hauptbild: Menschen sind stark visuell orientiert. Ein qualitativ hochwertiges Bild wird sich oft gegenüber schlechteren Bildern der Konkurrenz durchsetzen.
  • Rezensionen: Die Rezensionen sind bei Amazon optisch sehr leicht erkennbar mit Sternen umgesetzt. Diese sind ein wichtiges Kriterium, werden überall angezeigt und spielen eine zentrale Rolle dabei, den ersten Klick auf der Suchergebnisseite zu gewinnen.
  • Preis: Natürlich spielt auch der Preis eine entscheidende Rolle und ein zu hoher (oder zu niedriger) Preis kann manche Kundengruppen von einem Klick abschrecken.
  • Werbeanzeigen: Neben den normalen Suchergebnissen werden auf der Suchergebnisseite auch so genannte gesponserte Produkte angezeigt. Hierbei handelt es sich um Werbeanzeigen. Jedes Mal, wenn ein Kunde auf ein gesponsertes Produkt klickt, muss der Verkäufer hierfür eine geringe Werbegebühr an Amazon bezahlen. Dieses Bezahlmodell nennt sich Pay-per-Click (PPC). Indem du PPC auch für deine Produkte schaltest, kannst du effektiv Verkäufe generieren und so auch dein organisches Ranking boosten. Natürlich werde ich auch PPC in der Zukunft einen eigenen Artikel widmen.
Aazon FBA Business Builder gesposerte Produkte
Gesponserte Produkte bzw. Werbeanzeigen sind mit dem Schriftzug "Gesponsert" gekennzeichnet.

Conversion-Faktoren auf der Produktseite

Der zweite entscheidende Klick ist schließlich derjenige auf den Einkaufswagen auf der Produktdetailseite. Wenige Kunden mit einer ernsthaften Kaufabsicht werden nach einem Klick auf den Einkaufswagen noch abspringen, wenn du alle gängigen, normalen Versandbedingungen (einschließlich Amazon Prime) anbietest. Außerdem kannst du ab dieser Stelle auch nicht mehr selbst Einfluss auf die Conversion-Rate nehmen, sodass ab dem Klick auf den Einkaufswagen dein Job (vorerst) erledigt ist.

Zentrale Faktoren für diesen Klick auf deiner Produktdetailseite sind unter anderem:

  • Beschreibung: Eine interessante, informative und leicht lesbare Beschreibung deines Produktes, die dem Kunden auf einen Blick vermittelt, welche Vorteile er von deinem Produkt hat und wie dieses seine Probleme löst.
  • Bilder: Mindestens genau so wichtig sind qualitativ hochwertige Produktbilder. Amazon stellt dir hierfür mindestens 7 Bildplätze zur Verfügung, die du auch alle nutzen solltest, um dein Produkt von seiner besten Seite zu zeigen und dem Kunden einen guten Eindruck zu vermitteln.
  • Preis: Genau wie weiter oben beschrieben. Auf deiner Produktdetailseite hast du hier zusätzlich noch die Möglichkeit, dem Kunden weitere Angebote wie z.B. einen Mengenrabatt zu machen oder ein Bundle zu erstellen, um dein Produkt auch preislich noch attraktiver zu positionieren.
  • Rezensionen und Sterne: Genau wie weiter oben beschrieben mit der Unterscheidung, dass der Kunde sich hier auch einzelne Rezensionen durchlesen kann. Manchmal enthalten Rezensionen auch Bilder oder sogar Videos, die Kunden von deinem Produkt gemacht haben, was dem Kunden einen noch authentischeren Eindruck gewährt.
  • Fragen: Kunden haben die Möglichkeit, auf der Detailseite Fragen zum Produkt zu stellen, die dann durch dich oder andere Kunden beantwortet werden können. Bei neuen Fragen solltest du immer möglichst schnell und der Wahrheit entsprechend antworten, weil sich vermutlich auch andere Kunden diese Frage stellen werden und die Frage wahrscheinlich wichtig ist, wenn sich jemand die Mühe macht, sie extra zu formulieren.

René hat hierzu auch folgendes Schaubild erstellt, in dem sich die eben besprochenen und weitere Faktoren wiederfinden lassen. Auf einige der darin enthaltenen Aspekte wollen wir nachfolgend eingehen.

Stellschrauben Amazon FBA Algorithmus
Zentrale Stellschrauben auf Amazon und ihr Zusammenhang im Überblick.

Der Kreislauf

All die oben besprochenen Faktoren bilden zusammen Teile des Sales-Kreislaufs auf Amazon. Das grundlegende Verständnis des Sales-Kreislaufs vermittelt auch ein einfaches - aber keinesfalls abschließendes - Verständnis von der generellen Funktionsweise der Amazon-Suchmaschine (oft auch leicht kryptisch als Amazon-Algorithmus bezeichnet; es wissen wohl auch bei Amazon nur einige wenige Leute, wie dieser bis ins letzte Detail funktioniert).

Der Kreislauf besteht, stark vereinfacht ausgedrückt, aus folgenden Elementen:

  1. Kunden klicken auf dein Produkt.
  2. Mehr Klicks führen zu mehr Verkäufen.
  3. Mehr Verkäufe führen zu einem höheren BSR und einem besseren organischen Ranking in den Suchergebnissen.
  4. Dies steigert mittelbar auch die Anzahl an Rezensionen, die dein Produkt erhält.
  5. Mehr Rezensionen erhöhen die Anzahl an Klicks und Verkäufen, womit sich der Kreis wieder schließt.
Amazon Sales Klicks BSR Rezensionen Traffic Einstiegspreis
Der Sales-Kreislauf

Doch was passiert denn am Anfang, wenn dein Produkt noch keine Sales hat und ein dementsprechend schlechtes Ranking aufweist? Würde das nicht bedeuten, dass dein Produkt nur ganz weit hinten in den Suchergebnisseiten angezeigt wird? Und wie sollst du ohne Verkäufe Rezensionen sammeln? Ist es unmöglich, in den Sales-Kreislauf einzusteigen?

Nun, erstmal ist die Situation doch nicht so düster. Einige erfahrene Seller wie zum Beispiel, wenn ich mich richtig erinnere, Scott Voelker von theamazingseller.com sind der Ansicht, dass neue Produkte von Amazon zum Start einen kleinen Boost bekommen, wenn es um die Positionierung auf den Suchergebnisseiten geht.

Außerdem kannst du durch verschiedene Maßnahmen zu Beginn für mehr Klicks sorgen. Diese umfassen unter anderem auf Amazon geschaltete Pay-per-Click-Werbung (PPC), einen niedrigeren Einstiegspreis und externen organischen Traffic von z.B. einer Website oder Videos, die du für deine Eigenmarke erstellt hast. Diese Maßnahmen werden in zukünftigen Artikeln näher behandelt.

Schließlich besteht im Moment noch die Möglichkeit, auf dem deutschen Amazon-Marktplatz Rezensionen einzuholen, indem du Testern Exemplare vergünstigt zur Verfügung stellst. Dabei kann es sich auch um Freunde oder Bekannte handeln. Die Grundvoraussetzung ist aber, dass du die Vergünstigung nicht davon abhängig machen darfst, dass du eine gute Bewertung erhältst und dass der Tester im Rezensionstext deutlich macht, dass er das Exemplar vergünstigt zu Testzwecken zur Verfügung gestellt bekommen hat.

Hier tut sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels einiges in der Hinsicht, dass Amazon in den USA gerade verbietet, Anreize für Rezensionen zu setzen. Auf diesen Aspekt des Verkaufens auf Amazon werde ich auch in einem späteren Artikel detaillierter eingehen; bis dahin gibt es hoffentlich konkrete Informationen, was Amazon für Deutschland plant.

Was ich an dieser Stelle deutlich machen wollte ist folgendes: Je mehr Verkäufe du erst einmal generierst, umso mehr arbeitet der Sales-Kreislauf zu deinen Gunsten. Den schnellen Einstieg in diesen Kreislauf kannst du aktiv forcieren, indem du PPC schaltest, externen Traffic auf deine Produktseite generierst, ggf. einen günstigen Einstiegspreis wählst, zu Beginn Rezensionen einholst und das Listing deines Produktes im Rahmen der von Amazon zur Verfügung gestellten Möglichkeiten weitestgehend optimierst.

Alle Optimierungsmöglichkeiten, die sich dir bei der Gestaltung deines Produktauftritts bieten, musst du so weitestgehend wie möglich nutzen! Auch dies erleichtert es der Amazon-Suchmaschine, dein Produkt gut zu positionieren.


Fazit

In diesem Artikel ging es um das Problem, Kunden zu finden, die Lösung, die Amazon als Produktsuchmaschine bietet und um die Funktionsweise des Sales-Kreislaufs auf Amazon.

Ich hoffe, dass ich eine erste Vorstellung davon vermitteln konnte, wie du es schaffen wirst, dein Produkt erfolgreich zu positionieren und dass im Endeffekt Verkäufe für dein Ranking verantwortlich sind. Verkäufe führen zu mehr Verkäufen.

Amazon FBA Business Builder Erfolg Produktoptimierung
Mit der richtigen Optimierung wird dein Produkt erfolgreich launchen.

Viel wichtiger ist es mir aber, dass du dir keine unberechtigten Sorgen darum machst, dass dein Produkt nicht gefunden wird. Amazon funktioniert als Suchmaschine sehr gut und wird täglich von Millionen Menschen mit Kaufabsicht genutzt. Wenn du effektiv die Optimierungspotenziale nutzt, die Amazon dir als Verkäufer bietet, dann werden - entsprechende Nachfrage vorausgesetzt - die Kunden auch den Weg zu deinen Produkten finden.

Vielleicht wollte ich darauf auch nur so deutlich hinweisen, weil ich selbst wiederholt Opfer dieser irrationalen Angst wurde, dass aus irgendeinem unerfindlichen Grund niemand unsere Produkte kaufen würde. Die Amazon-Suchmaschine konnte diese Ängste durch ihre Funktionsweise und Effektivität jedes Mal zerschlagen und wird es auch dir erlauben, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen und deine Produkte an den Markt zu bringen.

Auf jeden Fall hoffe ich, dass dich dieser Baustein-Artikel einen weiteren Schritt näher gebracht hat, endlich mit FBA zu starten oder dein Business weiter aufzubauen. Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen haben solltest, lass gerne einen Kommentar da.

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In diesem Sinne danke fürs Lesen und bis zum nächsten Artikel, in dem wir uns damit beschäftigen werden, was du verkaufen sollst - dem Einstieg in den entscheidenden Schritt der Produktsuche.

Beste Grüße,
Gleb

3 Gedanken zu „FBA-Baustein Nr. 4: So werden deine Produkte gefunden! – Amazon als Produktsuchmaschine“

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